Fast jeder ist oder war während seiner Studenten- oder Ausbildungszeit stolzer Besitzer von Ikea-Möbeln und Regalen. Wie heißt es doch so schön “Lehrzeiten sind keine Herrenzeiten”. Die Möbel sind nicht wirklich was für Individualisten, aber alle anderen freuen sich über das jugendliche und farbenfrohe Angebot. Während der eine niemals etwas des schwedischen Einrichtungshauses bei sich in die Wohnung stellen würde, hat der andere alles bei Ikea rausgezerrt was er finden konnte. Und worauf freut man sich nach dem zahlen? Richtig! Die Männer stehen ganz glücklich mit mehreren Hot-Dogs in der Hand herum, während sich die Damen nebenan mit Schokoloade, Plätzchen und Marmelade eindecken.
Informationen über IKEA
1. Entstehung
2. Zahlen
3. Onlineshop
4. Lieferservice
5. Umweltschutz
Die Entstehung Ikeas und ihre Namensfindung
Ingvar Kamprad, ein schwedischer Junge, hat das weltweit bekannte Möbelhaus IKEA 1943 im Alter von nur 17 Jahren gegründet. Die Buchstaben IKEA leiten sich folgendermaßen her. Das I und K sind die Anfangsbuchstaben von Ingvar Kamprad, das E steht für den Bauernhof Elmtaryd und A für das Dorf Agunnaryd in dem der Ingvar aufwuchs.
In der Anfangszeit wurden nicht etwa Möbel verkauft, sondern kleinere Gegenstände wie Stifte oder Schmuck. Die ersten Möbel wurden dann aber schon 1948 in das Sortiment aufgenommen. Die Nachfrage nach Möbeln war so groß, dass sich diese zum Kernprodukt des Unternehmens entwickelten. 1951 erschien dann ein Katalog, um das große Möbel-Angebot für jedermann zugänglich zu machen.
Bis zu diesem Zeitpunkt ist IKEA aber noch kein Möbelhersteller, sondern vertreibt Möbel verschiedener Produzenten. Seit 1956 werden eigene Möbel produziert: Die IKEA Möbel waren geboren. Fortan wächst das Einrichtungshaus und wird immer größer und erfolgreicher. 1974 wurde in Deutschland die erste Filiale in Eching (Nähe von München) eröffnet. Bis 1979 wurden Filialen in der Schweiz, Österreich, Deutschland, Kanada, Niederlande und weiteren Ländern eröffnet.
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Ikea in Zahlen
Weltweit:
Es gibt 231 Filialen in 24 Ländern. Mehr als 118.000 Arbeitnehmer erwirtschaften mit dem Unternehmen ca. 19 Milliarden Euro Jahresumsatz. Im Jahr 2007 wurden 522 Millionen Menschen in den Läden gezählt. Deutschland ist mit rund 16% das Absatzgebiet mit dem höchsten erzielten Umsatz. Die USA liegen mit einem Jahresumsatz von 10% an zweiter Stelle.
Deutschland:
Die Filialen in Deutschland erwirtschafteten im vergangenen Geschäftsjahr 2007 einen Umsatz von insgesamt 3,2 Milliarden Euro (acht Prozent mehr als 2006). Das Filialnetz des schwedischen Möbelkonzerns erstreckt sich in Deutschland auf über 43 Standorte.
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www.ikea.de – IKEA-Onlineshop
Die Ikea-Internetseiten www.ikea.com bzw. www.ikea.de sind seit 1997 online. Im Ikea- Onlineshop sind fast alle Möbel aus dem normalen Ladengeschäft verfügbar. Die Produkt-Kategorien lassen sich folgendermaßen unterteilen:
Küche, Wohnzimmer, Schlafzimmer, Essplatz, Arbeitsplatz, Kinderzimmer, Jugendzimmer und „weitere Räume“. Zu jedem dieser Kategorien gibt es dann übersichtliche Unterkategorien, die die Suche erleichtern.
Die Navigation auf ikea.de ist für ungeübte Internetnutzer nicht ganz einfach. Ein Nachteil des Onlineshops sind die Flash-Animationen, die sich für jedes Produkt neu laden. Diese verlangsamen nicht nur die Ladezeiten der Internetseite, sondern irritieren, weil man von den Möbeln abgelenkt wird. Das Angebot erscheint unter der Flash-Animation und nicht wie zu erwarten in dem Fenster das einen Ladevorgang anzeigt.
Im Onlineshop kann man sich zu jedem Möbelstück weitere Bilder anzeigen lassen und beispielsweise die Farben variieren. Darüber hinaus erhält man detaillierte Produktinformationen mit den dazugehörigen Maßen der Ikea-Möbel. Doch nicht jedes Stück ist auch im Online-Versand bestellbar. Informationen zu den Bestellmöglichkeiten gibt es zu jedem Möbelstück im Shop unter www.ikea.de. Die Internetseite erreicht man auch nur durch die Verwendung von ikea.de.
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Lieferservice – Vor Ort einkaufen und nach Hause bringen lassen
Alternativ zur Online-Bestellung kann man sich vor Ort in einem Ikea-Einrichtungshaus die gewünschten Möbel aussuchen und sich diese nach Hause bringen lassen. Laut Internetseite berechnen sich die Transportkosten in Abhängigkeit vom Warenwert der zu transportierenden Gegenstände. Bis zu einem Warenwert von 200 Euro zahlt man 29 Euro Liefergebühren. Liegt der Warenwert unter 400 Euro, so kostet die Lieferung 49 Euro. Bei einem Warenwert über 400 Euro werden 79 Euro fällig. Doch wie kommen die Möbel zum Transportunternehmen in den Ausgang? Die muss der Kunde selber dort abgeben: D.h. der Kunde kommt wie gewohnt zu Ikea und kauft seine Gegenstände und bezahlt diese. Diese bezahlte Ware kann man nun in der Ausgangshalle an einem Schalter zum liefern abgeben. Ist der Kunde nicht in der Lage die Möbelstücke eigenständig hinzubringen, dann werden schnell noch mal ca. 30 Euro fällig.
Die IKEA-Liefer- und Servicebdingungen sind hier nachzulesen
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Umweltschutz und Verhaltenskodex
Unternehmensweiter Verhaltenskodex:
Die bei Ikea angebotenen Holzmöbel stammen zu 91 Prozent aus kontrollierten und bewirtschafteten Wäldern. Als Gründungsmitglied des FSC (Forest Stewardship Council) erklärt das Möbelhaus den Erhalt der Naturwälder zum Ziel. Ein unternehmensweiter Verhaltenskodex ist seit dem Jahr 2000 gültig. Dieser sieht Mindestanforderungen an Lieferanten in den Bereichen Arbeitsbedingungen, Sozialstandards, Kinderarbeit und Umwelt vor. Die Lieferanten werden angehalten diesen Verhaltenskodex zu akzeptieren, andernfalls verlieren sie ihre Lieferverträge. Unter diesem Druck haben bereits 74 Prozent der europäischen Lieferanten, aber nur 13 Prozent in Asien die Bedingungen akzeptiert. Da aber rund ein Drittel der Waren in Asien beschafft werden, ist die Quote in Asien viel zu niedrig.
IKEA Umweltmanagementsystem:
Unternehmensintern wurde ein eigenes Umweltmanagementsystem installiert. Jedes Einrichtungshaus ist angewiesen, den Ressourcenverbrauch zu reduzieren und die Mitarbeiter entsprechend zu schulen. So konnte die Abfallmenge und der Stromverbrauch gesenkt, die Abfallverwertungsquote erhöht werden. Die Einrichtungshäuser werden in umweltgerechter Bauweise zum Beispiel mit Regenwassernutzung errichtet. Jedes Einrichtungshaus ist in Deutschland an den öffentlichen Personennahverkehr angeschlossen. Die Nutzung dieses Angebotes mit nur 8 Prozent lässt aber darauf schließen, das viele Kunden ihre in Kartons verpackten Möbel mit dem eigenen PKW transportieren. Die Wichtigkeit des Themas Umwelt zeigt sich auch im Management. Es wurde eine Stabstelle „Koordination für Umwelt und Qualität“ direkt der Unternehmensleitung angegliedert.
Inwieweit es sich um ein ernsthaftes Anliegen handelt, wird Ikea in den nächsten Jahren beweisen müssen. Denn eine Lösung für den Flächenverbrauch, der beim Bau eines Einrichtungshauses mit entsprechenden Parkflächen zwangsläufig entsteht, bleibt der schwedische Möbelriese leider schuldig.
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